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	<title>Studieren Ohne Grenzen</title>
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	<description>Studierende helfen Studierenden</description>
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		<title>Spendenaktion für Laufen Ohne Grenzen</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 14:09:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Haugwitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Spendenlauf]]></category>
		<category><![CDATA[betterplace]]></category>
		<category><![CDATA[spende]]></category>
		<category><![CDATA[spendenlauf]]></category>

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		<description><![CDATA[(von Manon Koenen) Seit Kurzem ist SOG mit neuen Aktionen auf der Spendenplattform betterplace.org vertreten! Für die vierten bundesweiten SOG-Spendenläufe gibt es jetzt eine neue Möglichkeit, Spenden zu akquirieren. Wir vom Heidelberger Spendenlauf-Team haben auf der Spendenplattform betterplace.org das bundesweite Projekt &#8216;Laufen &#8230; <a href="http://studieren-ohne-grenzen.org/blog/2012/05/16/spendenaktion-fur-laufen-ohne-grenzen-2012/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://studieren-ohne-grenzen.org/blog/2012/05/16/spendenaktion-fur-laufen-ohne-grenzen-2012/logo-spendenlauf-hd/" rel="attachment wp-att-125"><img class="alignleft size-medium wp-image-125" title="Spendenlauf HD" src="http://studieren-ohne-grenzen.org/blog/../multimedia/blog/2012/05/Logo-Spendenlauf-HD-282x300.jpg" alt="" width="282" height="300" /></a>(von Manon Koenen)</p>
<p>Seit Kurzem ist SOG mit neuen Aktionen auf der Spendenplattform betterplace.org vertreten!</p>
<div>
<p>Für die vierten bundesweiten SOG-Spendenläufe gibt es jetzt eine neue Möglichkeit, Spenden zu akquirieren. Wir vom Heidelberger Spendenlauf-Team haben auf der Spendenplattform betterplace.org das bundesweite Projekt &#8216;Laufen Ohne Grenzen 2012&#8242; angelegt. Zusammen mit unserer bisher einzigen lokalen Aktion &#8216;Laufen Ohne Grenzen 2012 HD&#8217; werben wir um Spenden zugunsten der bundesweiten Spendenläufe 2012.</p>
<p>Ihr könnt also zum Erfolg der Spendenläufe beitragen, indem<br />
• ihr am Spendenlauf teilnehmt,<br />
• direkt oder über betterplace.org spendet,<br />
• die Links auf die betterplace.org-Aktionen weiter verbreitet.</p>
<p>Danke!</p>
<p>Links:<br />
- <a href="http://www.betterplace.org/de/projects/9552-laufen-ohne-grenzen-2012-sog">bundesweite Projekt &#8216;Laufen Ohne Grenzen 2012&#8242;<br />
</a>- <a href="http://www.betterplace.org/de/groups/laufen-ohne-grenzen-2012-hd">lokale Aktion &#8216;Laufen Ohne Grenzen 2012 HD&#8217;</a></p>
</div>
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		<title>Erste Bücher in Grozny angekommen</title>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2012 20:17:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Haugwitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Books To Grozny]]></category>
		<category><![CDATA[Tschetschenien]]></category>
		<category><![CDATA[bibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[grozny]]></category>
		<category><![CDATA[tschetschenien]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; (von Jan Keiten-Schmitz) Seit Monaten haben zahlreiche unserer Mitglieder aus den Lokalgruppen Darmstadt, Konstanz und Karlsruhe auf diesen Moment hingearbeitet: Nach dem Einwerben von Geld- und Sachspenden konnten die ersten Pakete mit Fachbüchern geschnürt und versandt werden. Knapp 250 &#8230; <a href="http://studieren-ohne-grenzen.org/blog/2012/05/02/erste-buchersendung-in-grozny-angekommen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_121" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://studieren-ohne-grenzen.org/blog/2012/05/02/erste-buchersendung-in-grozny-angekommen/bucher-in-der-uni/" rel="attachment wp-att-121"><img class="size-medium wp-image-121" title="Ankunft der Bücher bei Prof. Dagirov in Grozny" src="http://studieren-ohne-grenzen.org/blog/../multimedia/blog/2012/05/Bücher-in-der-Uni-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Ankunft der Bücher bei Prof. Dagirov in Grozny</p></div>
<p>(von Jan Keiten-Schmitz)</p>
<p>Seit Monaten haben zahlreiche unserer Mitglieder aus den Lokalgruppen Darmstadt, Konstanz und Karlsruhe auf diesen Moment hingearbeitet: Nach dem Einwerben von Geld- und Sachspenden konnten die ersten Pakete mit Fachbüchern geschnürt und versandt werden.</p>
<p>Knapp 250 Exemplare wurden unter dem Motto „<strong>Books to Grozny</strong>“ an zwei Universitäten in der tschetschenischen Hauptstadt Grozny geschickt, die zur Osterzeit dort ankamen. Die 250 Fachbücher sollen einen Beitrag zur Verbesserung der Bibliotheksausstattung vor Ort leisten. Während der Kriegsjahre entstanden dort große Verluste durch Bombardements und Brände, außerdem sind die Bestände heute stark veraltet.</p>
<p>Von Anfang an wurden Studenten und Dozenten auf tschetschenischer Seite in die Planung des Projekts mit einbezogen. So wird sichergestellt, dass es sich wirklich um dringend benötigte Literatur handelt. Bei den versendeten Büchern handelt es sich überwiegend um Literatur in englischer Sprache, da – so unsere tschetschenische SOG-Stipendiatin Zalina, der Bedarf hier besonders groß ist.</p>
<p>Den Büchern liegen Flyer bei, die weitere Studierende und Dozenten auf das Projekt aufmerksam machen sollen. Die Vereinshomepage ermöglicht es Feedback zu geben und weitere Bücherwünsche zu äußern. So hoffen wir nach erfolgter Evaluation der ersten Büchersendung bald weitere Bücher nach Grozny schicken zu können.</p>
<p>Wir bedanken uns bei allen Nutzern von Charitystar, die uns per Mausklick Ihr Vertrauen aussprachen sowie bei allen Besuchern, Teilnehmern und Organisatoren des Nikolauslaufs, des Spendenflohmarkts und der Benefizparty welche die Projektkasse füllten und somit die Büchersendung ermöglichten. Weitere Informationen zum Projekt <strong>Books to Grozny</strong> sind <a href="http://www.studieren-ohne-grenzen.org/index.php/de/projekte/tschetschenien/books-to-grozny" target="_blank">hier</a> zu finden.</p>
<p><strong>Einen Artikel des Darmstädter Echos gibt es hier zum Nachlesen: <strong><a href="http://tinyurl.com/bnpvaoa" target="_blank">http://tinyurl.com/bnpvaoa</a></strong></strong></p>
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		<title>Workshop: Kongo AG Konstanz/Heidelberg</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 09:25:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kongo AG</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>

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		<description><![CDATA[Um einen guten Start ins neue Jahr 2012 zu begehen, wurde die beschlossene stärkere Kooperation zwischen den Lokalgruppen Konstanz und Heidelberg mit einem Workshop in Konstanz besiegelt. Das Team, das am Workshop teilnahm, bestand aus jeweils vier Mitgliedern der beiden &#8230; <a href="http://studieren-ohne-grenzen.org/blog/2012/01/30/workshop-kongo-ag-konstanzheidelberg/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um einen guten Start ins neue Jahr 2012 zu begehen, wurde die beschlossene stärkere Kooperation zwischen den Lokalgruppen Konstanz und Heidelberg mit einem Workshop in Konstanz besiegelt. Das Team, das am Workshop teilnahm, bestand aus jeweils vier Mitgliedern der beiden Partner.</p>
<p>Insgesamt ergab das Workshop-Wochenende eine bessere Koordination untereinander. Viele wichtige Ideen wurden gesammelt und bestehende Projektansätze aufeinander abgestimmt. Zukünftig soll die Kommunikation zwischen den beiden Gruppen intensiviert werden.</p>
<p><a href="http://studieren-ohne-grenzen.org/blog/2012/01/30/workshop-kongo-ag-konstanzheidelberg/100_0350/" rel="attachment wp-att-107"><img class="alignnone size-medium wp-image-107" src="http://studieren-ohne-grenzen.org/blog/../multimedia/blog/2012/01/100_0350-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
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		<title>Konflikthandys</title>
		<link>http://studieren-ohne-grenzen.org/blog/2012/01/19/konflikthandys/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 10:26:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Kirsten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[coltan]]></category>
		<category><![CDATA[kongo]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Periodensystem der Elemente ist sicherlich noch jedem aus mehr oder weniger lange zurückliegenden Tagen des Chemieunterrichts bekannt. Schwieriger wird es aber schon, den konkreten Inhalt dieser Tafel wiederzugeben. Deshalb machen wir heute einen kleinen Exkurs zu dem Element mit &#8230; <a href="http://studieren-ohne-grenzen.org/blog/2012/01/19/konflikthandys/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Periodensystem der Elemente ist sicherlich noch jedem aus mehr oder weniger lange zurückliegenden Tagen des Chemieunterrichts bekannt. Schwieriger wird es aber schon, den konkreten Inhalt dieser Tafel wiederzugeben. Deshalb machen wir heute einen kleinen Exkurs zu dem Element mit der Ordnungszahl 73: Tantal. Dieses Elemente hat gleich mehrere Eigenschaften, welche es optimal für viele Anwendungsgebiete macht: Selbst bei einer sehr dünnen isolierenden Schicht auf Tantalfolie kann man noch eine hohe Kapazität als Kondensator erhalten; ebenfalls verfügt es über eine hohe Permittivität, was ebenfalls die Kapazität steigert. Gleichzeitig reagiert es aber nicht mit Körpergewebe, was es zu einem guten Material für die Medizin macht.<span id="more-89"></span></p>
<p>In der Folge wird Tantal nicht nur für die moderne Elektronik wie Handys und Laptops benutzt, sondern auf für medizinische Implantate wie beispielsweise Herzschrittmacher genutzt. Auch <a href="http://www.oxi-mining.com/oximiningandtrade/erzfoerderung/tantalerz/index.php">Raumfähren und Flugzeugtriebwerke benutzen Tantal</a>.</p>
<p>Tantal wird aus en Mineralen Columbit und Tantalit gewonnen und ist bei uns besser bekannt unter dem Namen <strong>Coltan</strong>. Coltan wird unter anderem in der Demokratischen Republik Kongo abgebaut und zwar in den Regionen Nord- und Südkivu. Der Abbau dieses Rohstoffs geht mit vielerlei Problemen einher: Kinderarbeit, unmenschliche Bedingungen beim Abbau, völlig mangelhafter Schutz der Arbeiter und viele der Minen werden von Rebellen kontrolliert und der Gewinn aus dem Verkauf dient der direkten Unterstützung der gewaltbereiten Rebellengruppen, allen voran die FDLR (Forces Démocratiques de Libération du Rwanda).</p>
<h1>Was tun?</h1>
<p>Es stellt sich also die Frage, wie wir als westliche Konsumenten etwas dagegen unternehmen können, Rohstoffe aus solchen konfliktbeladenen Regionen zu beziehen. Im Gegensatz zu dem recht bekannten Konflikt um <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Blutdiamant">Blutdiamanten</a> handelt es sich bei Coltan um keinen Rohstoff, welchen wir als reines Luxusgut abtun können und einfach auf den Konsum verzichten. Ein Leben ohne Handy und Computer wäre schon sehr schwer und in unserer heutigen Welt wohl kaum vorstellbar, aber spätestens bei medizinischem Gerät wie einem Herzschrittmacher steht ein Verzicht als Option wohl kaum zur Verfügung.</p>
<p>Glücklicherweise hat die <a href="http://www.zeit.de/wissen/2012-01/Unbedenklichkeit-Coltan/komplettansicht">Wissenschaft einige Fortschritte</a> gemacht, die hoffentlich möglichst schnell helfen können die Lagerstätte zu ermitteln. Dabei wird eine Stichprobe in seine einzelnen chemischen Elemente zerlegt und dadurch ein für jede Mine eindeutiger &#8220;Fingerabdruck&#8221; erstellt, welcher mit zuvor angelegten Fingerabdrücken aller Minen verglichen wird. Das Problem hierbei ist der Aufbau einer Datenbank aller Minen, was natürlich insbesondere in Ländern wie dem Kongo nicht ganz einfach ist.</p>
<h1>Wo kommt das weltweite Coltan her?</h1>
<div id="attachment_93" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://studieren-ohne-grenzen.org/blog/2012/01/19/konflikthandys/coltanexport/" rel="attachment wp-att-93"><img class="size-medium wp-image-93" src="http://studieren-ohne-grenzen.org/blog/../multimedia/blog/2012/01/coltanexport-300x230.jpg" alt="Weltweiter Coltanexport nach Ländern in t" width="300" height="230" /></a><p class="wp-caption-text">Weltweiter Coltanexport</p></div>
<p>In letzter Zeit waren die Probleme um Coltan in der überregionalen Presse immer häufiger zu finden und auf die problematischen Bedingungen im Kongo. Was aber häufig übersehen wird ist die Tatsache, dass nur rund 30% der weltweiten Coltanexporte aus dem Kongo stammen und Australien beispielsweise der weltgrößte Exporteur von Coltan ist. Es besteht für die Industrie also tatsächlich die Möglichkeit, hierbei auf Coltan aus sauberem Abbau umzusteigen, da die Ressourcen auch in anderen Teilen der Welt vorkommen. Dies steht beispielsweise im Kontrast zu den <em>Seltenen Erden</em>, welche ebenfalls für die moderne Elektronik benötigt werden und dessen Lagerstätten sich fast ausschließlich in der VR China befinden.</p>
<h1>Was kann der Staat tun?</h1>
<p>Aus konsumentensicht wäre es also sehr wohl möglich, konflikfreie Erze zu kaufen, allerdings sind die Lieferketten für den Endkunden völlig undurchschaubar. Das neue System der Fingerabdrücke und eine Verpflichtung der Hersteller, dies anzugeben, könnte hierbei helfen. Als vorbildlich muss hier einmal die USA genannt werden, welche schon 2010 den <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Dodd%E2%80%93Frank_Wall_Street_Reform_and_Consumer_Protection_Act">Dodd-Frank Wall Street Reform and Consumer Protection Act</a> beschlossen, welcher unter anderem vorsieht dass alle Unternehmer, die von der Security and Exchange Commission (SEC) überwacht werden, jährlich angeben müssen ob sie Rohstoffe aus der DR Kongo beziehen oder in ihren Produkten verbauen und ggf. die Lieferkette offenlegen müssen.</p>
<p>Eine solche Gesetzesinitiative wäre auch in Deutschland oder auf EU-Ebene überaus wünschenswert. Zusammen mit der fortschreitenden Technik wäre es ein wirksames Mittel, um nur sauberes Coltan auf dem Weltmarkt zuzulassen.</p>
<h1>Mehr Informationen</h1>
<p>Alle Interessierten aus der Region Konstanz sind ganz herzlichen am nächsten Dienstag, dem 24. Januar 2012, in das <a href="http://zebra-kino.de/">Zebra-Kino in Konstanz</a> eingeladen zum Film &#8220;<a href="http://bloodinthemobile.org/">Blood in the Mobile</a>&#8220;, welcher sich exakt mit dieser Problematik beschäftigt und einige interessante Probleme und Fakten enthält. Die Veranstaltung wird von Studieren Ohne Grenzen in Zusammenarbeit mit dem Zebra-Kino veranstaltet und an den Film anschließend laden wir noch zu einer Diskussion über das Thema ein.</p>
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		<title>Kinshasa Symphony</title>
		<link>http://studieren-ohne-grenzen.org/blog/2012/01/01/kinshasa-symphony/</link>
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		<pubDate>Sun, 01 Jan 2012 20:25:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Kirsten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 21. Dezember strahlte die ARD im Spätabendprogramm die Dokumentation &#8220;Kinshasa Symphony&#8221; von Claus Wischmann und Martin Baer aus. Es geht dabei um das einzige Symphonieorchester Zentralafrikas und ihre Proben für einen Auftritt anlässlich der 50-Jahr-Feier der Unabhängigkeit der DR &#8230; <a href="http://studieren-ohne-grenzen.org/blog/2012/01/01/kinshasa-symphony/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 21. Dezember strahlte die ARD im Spätabendprogramm die Dokumentation &#8220;Kinshasa Symphony&#8221; von Claus Wischmann und Martin Baer aus. Es geht dabei um das einzige Symphonieorchester Zentralafrikas und ihre Proben für einen Auftritt anlässlich der 50-Jahr-Feier der Unabhängigkeit der DR Kongo.</p>
<div id="attachment_81" class="wp-caption alignnone" style="width: 511px"><a href="http://studieren-ohne-grenzen.org/blog/2012/01/01/kinshasa-symphony/orchester/" rel="attachment wp-att-81"><img class="size-full wp-image-81" src="http://studieren-ohne-grenzen.org/blog/../multimedia/blog/2012/01/orchester.jpg" alt="Das Abschlusskonzert des Orchesters" width="501" height="232" /></a><p class="wp-caption-text">Das Abschlusskonzert des Orchesters</p></div>
<p>Bei der Beschreibung des Films fragte ich mich bereits, ob dies nicht ein sehr klischeebehafteter Film ist, schließlich spielt hier das einzige Symphonieorchesters Afrikas ausschließlich europäische Musik. Aber um dass herauszufinden gibt es nur einen Weg: Man muss es sich anschauen. Wie praktisch, dass der Film noch bis zum 3.1.2012 in der ARD Mediathek unter <a title="Kinshasa Symphony" href="http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=9094200">http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=9094200</a> für alle anschaubar ist. Es gibt wohl keinen besseren Weg, als sich selber eine Meinung zu bilden.<span id="more-74"></span></p>
<h1>Von Jugendlichen, die lieber Rap hören und Kongolesen, die kein Deutsch sprechen</h1>
<div id="attachment_76" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://studieren-ohne-grenzen.org/blog/2012/01/01/kinshasa-symphony/tresor/" rel="attachment wp-att-76"><img class="size-medium wp-image-76" src="http://studieren-ohne-grenzen.org/blog/../multimedia/blog/2012/01/tresor-300x168.jpg" alt="Trésor (rechts) und sein Freund, der lieber Rap hört" width="300" height="168" /></a><p class="wp-caption-text">Trésor (rechts) und sein Freund, der lieber Rap hört</p></div>
<p>Hier haben wir Trésor (rechts) und einen Freund von ihm. Trésor ist Mitglied des Chors, sein Freund hört aber lieber Rapmusik, was Trésor natürlich überhaupt nicht nachvollziehen kann. Welchen Informationswert uns diese Szene vermitteln soll, kann man nur erraten. Was auf der Hand zu liegen scheint und was die Szene in ihrer Wirkung am Ende auf jeden Fall aufzeigt: Der allgemeine schwarze Jugendliche hört wohl lieber Rap als Beethovens Neunte. Ein Glück aber, dass es noch eine kleine Gruppe Jugendlicher wie Trésor gibt, die auch auf die alten Klassiker Wert legen.<br />
Eine Studie über die Musikgewohnheiten deutscher Jugendlichen liegt mir nicht vor. Aber das alltägliche Leben beobachtend ist die These wohl nicht zu gewagt, wenn ich sage: Auch der durchschnittliche deutsche Jugendliche hört lieber Rap, Pop oder Rock als Händel, Beethoven oder Verdi.<br />
Das Jugendliche wenig klassische Musik hören ist also nicht spezifisch für die kongolesische Jugend und damit stellt sich die Frage: Was soll das in dem Film? Schließlich geht es doch um die spezifischen Probleme, die ein solches Orchester in der DRK sicherlich hat.</p>
<p>Sympthomatisch sind auch weitere Szenen, wo wiederholt gezeigt wird, wie schwierig es</p>
<div id="attachment_77" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://studieren-ohne-grenzen.org/blog/2012/01/01/kinshasa-symphony/deutsch_lernen/" rel="attachment wp-att-77"><img class="size-medium wp-image-77" src="http://studieren-ohne-grenzen.org/blog/../multimedia/blog/2012/01/deutsch_lernen-300x171.jpg" alt="Deutsch lernen für Anfänger?" width="300" height="171" /></a><p class="wp-caption-text">Deutsch lernen für Anfänger?</p></div>
<p>für die kongolesischen Chormusiker ist, die deutschen Texte (unter anderem für &#8220;Freude schöner Götterfunken&#8221;) auszusprechen. Es ist doch äußerst fragwürdig, warum man dies wiederholt zeigt, kann man sich doch des Eindrucks nicht erwehren, dass die Kongolesen ob ihrer mangelnden Deutschkenntnisse hier ein wenig bloßgestellt werden. Dass es aber natürlich selbstverständlich ist, dass sie kein Wort Deutsch sprechen und es etwas komisch klingt, wenn sie es denn versuchen, sollte jedem einleuchten. Warum wird so etwas so intensiv betrachtet, aber beispielsweise nicht ein Mal erwähnt, wie das Orchester eigentlich entstanden ist, was eine wesentlich weniger einfach beantwortbare Frage wäre. Auch sollte man sich selbst fragen, wie es wohl wäre, wenn wir selbst vor einem großen Publikum präsentiert werden, wie wir versuche Kikongo oder Lingála zu sprechen.</p>
<h1>Warum eigentlich?</h1>
<p>Fragen, die der Film nicht beleuchtet, sind unter anderem die Entstehungsgeschichte des Orchesters oder gar seine Motivation. Wären dies nicht aber offensichtlich Fragen?</p>
<p>Klar wird das, wenn man nur ein wenig an der Oberfläche des Orchesters krazt. Der</p>
<div id="attachment_80" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://studieren-ohne-grenzen.org/blog/2012/01/01/kinshasa-symphony/armand_diangenda/" rel="attachment wp-att-80"><img class="size-thumbnail wp-image-80" src="http://studieren-ohne-grenzen.org/blog/../multimedia/blog/2012/01/armand_diangenda-150x150.jpg" alt="Armand Diangenda" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Armand Diangenda</p></div>
<p>Dirigent und Orchesterleiter Armand Diangienda ist nämlich der Enkel von Simon Kimbangu, dem Begründer der Kimbanguistenkirche, welche rund 5 Millionen Anhänger in der DRK hat und eine christliche Freikirche ist. Als Enkel ist er nicht nur Dirigent des Orchesters, sondern auch einer seiner spirituellen Leiter, d.h. also ein Prediger. Wenn man dazu bedenkt, dass das Symphonyorchester sehr viel kirchliche Musik spielt und scheinbar ausschließlich aus Mitgliedern der Kimbanguistengemeinde besteht, so drängt sich durchaus der Verdacht auf, dass bei diesem Orchester auch eine andere Motivation im Hintergrund steht als die reine Liebe zur Musik. Keineswegs ist dies verwerflich, aber doch auf jeden Fall eine Frage, deren man sich annehmen muss. Insbesondere wenn man sich des kolonialen Einflusses in der DR Kongo bewusst ist und der Missionierungen der Kirche im Land, so muss sich dies in einer Gesamtbetrachtung widerspiegeln. Auch erklärt dieser kirchliche Hintergrund auch, wie sich das Orchester finanzieren kann. Denn auch wenn im Film gezeigt wird, wie sie Instrumente selber herstellen, so ist auch das, sowie die Kostüme für die Auftritte und die Bühne beim Abschlusskonzert schließlich mit Kosten verbunden.</p>
<div id="attachment_78" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://studieren-ohne-grenzen.org/blog/2012/01/01/kinshasa-symphony/kinder_marschieren/" rel="attachment wp-att-78"><img class="size-medium wp-image-78" src="http://studieren-ohne-grenzen.org/blog/../multimedia/blog/2012/01/kinder_marschieren-300x137.jpg" alt="Im Stechschritt zur Musik" width="300" height="137" /></a><p class="wp-caption-text">Im Stechschritt zur Musik</p></div>
<p>Stellenweise wird dies im Film von den Interviewten selbst erwähnt oder in einzelnen Bildern werden Fragen aufgeworfen, doch der Film legt keinerlei Wert darauf die Fragen aufzuklären. So stellt sich die Frage, warum bei einer scheinbaren Kirchenveranstaltung der Kimbanguisten kleine Kinder in Uniformen im Stechschritt zur Musik marschieren. Eine Bewertung dieser Aktion ist nicht möglich, da der Kontext nicht erklärt wird, doch von den Bildern schließend bietet sich hier ein wenig positives Bild einer versuchten Militarisierung.</p>
<h1>Was bewirkt eigentlich der Film selbst?</h1>
<div id="attachment_79" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://studieren-ohne-grenzen.org/blog/2012/01/01/kinshasa-symphony/kinshasa_wohnung/" rel="attachment wp-att-79"><img class="size-medium wp-image-79" src="http://studieren-ohne-grenzen.org/blog/../multimedia/blog/2012/01/kinshasa_wohnung-300x168.jpg" alt="Wohnung in Kinshasa für $40 Miete" width="300" height="168" /></a><p class="wp-caption-text">Wohnung in Kinshasa für $40 Miete</p></div>
<p>Nathalie Bahati, Flötistin, wird im Film bei der Suche nach einer neuen Wohnung begleitet. Aber warum tut sie das eigentlich? Der Film erwähnt lediglich die Erhöhung der Miete der alten Wohnung, den wirklichen Hintergrund liefert aber ein <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-73892437.html">Artikel des Spiegels</a>:</p>
<blockquote><p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Während der ersten Dreharbeiten musste sie kündigen, weil der Vermieter nach dem Besuch der Weißen mit der Kamera die Miete um 20 Dollar erhöhte, denn sie habe ja &#8220;reiche Freunde&#8221;</p></blockquote>
<p>Dieser Umstand scheint den Dokumentarfilmern keinen Kommentar Wert zu sein, obwohl es doch eine offensichtliche Ungerechtigtkeit darstellt. Haben die Filmer ihr Handeln hier überhaupt ausreichend hinterfragt und sind ihrer großen Verantwortung auch für ihre gefilmten Personen bewusst? Denn die neue besichtigte Wohnung kommentiert Nathalie mit den klügsten Worten des FIlms:</p>
<blockquote><p>Auch wenn wir Kongolesen sind, so müssen wir doch nicht wohnen. Kongolese zu sein darf doch kein Nachteil sein.</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<h1>Kritik an den Kritikern</h1>
<p>Manchmal ist man ja etwas verblendet. Daher dachte ich, ob ich mit meiner Kritik denn ganz alleine stehe und fing an, in den Untiefen des world wide web zu recherchieren. Und wie sich herausstellt: Ja, ich stehe damit wohl sehr alleine da. Keineswegs soll diese Kritik  am FIlm auch nicht als Kritik an den Musikern verstanden werden, welche natürlich trotzdem ein fantastisches Konzert abliefern und wunderbare Musik machen. Trotzdem stellt sich natürlich die Frage des größeren Kontextes und ob es überhaupt Sinn macht, in Kinshasa ein Symphonyorchester zu betreiben und wenig kritisch der Film dies und andere Aspekte beleuchtet.</p>
<p>Aber wenn man sich die fragwürdigen Kritiken mancher Filmkritiker durchliest, ist es auch kein Wunder, warum der Film ausnehmend positiv aufgenommen wird. So schreibt <a href="http://www.moviemaze.de/filme/3638/kinshasa-symphony.html">Dimitrios Athanassiou bei MovieMaze.de</a></p>
<blockquote><p>Bach, Beethoven, Mozart: unsterbliche Namen genialer Komponisten, deren Werke zum Kulturerbe der gesamten Menschheit gehören und die vermeintlich jedem Kind bekannt sind.</p></blockquote>
<p>Dieses Eingangsstatement ist so einfach wie es auch falsch ist. Erstens würde wohl auch der Blick nach Deutschland zeigen, dass die meisten Deutschen ein Werk von Bach nicht von einem von Mozart unterscheiden können. Zweitens, und dies ist weitaus gravierender, wird hier postuliert, dass diese europäischen Künstler zum Kulturerbe der gesamten Menschheit gehören. Warum aber in Asien oder Afrika diese sehr spezifisch europäische Musik zum Kulturerbe gehören soll, diese Erklärung wird leider nicht gegeben. Auch ist nicht überliefert, wie viele afrikanische Künstler von Weltrang Herr Athanassiou wiedergeben kann, schließlich müssten laut dieser Logik auch alle großen spezifisch afrikanischen Künstler zu einem solche &#8220;universellen Kulturerbe&#8221; gehören.<br />
Aber man soll ja nicht so kritisch sein, schließlich bemerkt der Autor selbst, dass möglicherweise dieses &#8220;Denken bereits eine Impertinenz des Westens&#8221; sei. Dieser Schwenk in die richtige Richtung ist aber offensichtlich nur erfolgt, um mit größerer Schlagkraft die Kultur der DR Kongo zu diskreditieren:</p>
<blockquote><p>Schnell wird vergessen, dass es Länder gibt, in denen etwas wie ein Kulturbetrieb in der Hierarchie des existenziell Notwendigen weit hinten rangiert.</p></blockquote>
<p>Wer denkt, der Kongo hätte keinen Kulturbetrieb, weil er nicht Mozart und Bach hört, der sollte wohl schleunigst die Scheuklappen abnehmen und sich mit der reichhaltigen Kultur insbesondere des Kongo beschäftigen.</p>
<p>Einen fragwürdigen Beitrag zur Völkerverständigung vermag auch <a href="http://www.kino-zeit.de/filme/kinshasa-symphony">Petter Gutting von kino-zeit.de</a> zu leisten:</p>
<blockquote><p>Wenn im Kongo „Freude schöner Götterfunke“ erklingt, dann ist das mehr als ein Symbol. Es ist die Einsicht, dass klassische Musik helfen kann, sein Leben zu gestalten.</p></blockquote>
<p>Es ist also wahrlich ein Glück, dass wenigstens ein paar Kongolesen jetzt endlich die Einsicht hatten, dass es ihnen nur deshalb schlecht geht und sie ihr Leben scheinbar schlecht gestalten, da ihnen bislang die klassische Musik nicht dabei half. Dabei ist auch im gesamten Film nirgendwo erwähnt, dass einer der Künstler vorher sein Leben nicht bereits erfolgreich gestaltet hätte &#8211; Im Gegenteil haben ja alle einen oder mehrere Jobs und machen die Musik nebenbei als Hobby.</p>
<h1>Fazit</h1>
<p>Der Film verpasst es, die Geschichte und die gesamten Umstände des Orchesters aufzuzeigen. Stattdessen vertieft er sich in Details einzelner Chromitglieder, die ein schönes Portrait ergeben. Dem schönen Film widerstrebende Fakten wie der Fall der Mieterhöhung von Nathalie werden nicht erwähnt und der Zuschauer soll offensichtlich mit einem Gefühl zurückgelassen werden, dass dieses Orchester auf jeden Fall eine super Sache ist und eine kritische Betrachtung dessen nicht notwendig ist. Dabei ist dies gerade bei einem solchzen Kulturimport aus der westlichen Welt kritisch zu hinterfragen und ob es den Interessen der Kongolesen nicht in Wahrheit zuwiederhandelt.</p>
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		<title>Ein Weihnachtsgeschenk der UNDP</title>
		<link>http://studieren-ohne-grenzen.org/blog/2011/12/25/ein-weihnachtsgeschenk-der-undp/</link>
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		<pubDate>Sun, 25 Dec 2011 17:01:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Kirsten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[open data]]></category>
		<category><![CDATA[statistik]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Weihnachtsgeschenk der besonderen Art möchten wir euch heute zum ersten Weihnachtsfeiertag präsentieren. Wenn man dem Trubel der Weihnachtszeit entkommen mag, was bietet sich da besser an als in Statistiken zu wühlen? Zugegebenermaßen mag dies für den ein oder anderen &#8230; <a href="http://studieren-ohne-grenzen.org/blog/2011/12/25/ein-weihnachtsgeschenk-der-undp/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Weihnachtsgeschenk der besonderen Art möchten wir euch heute zum ersten Weihnachtsfeiertag präsentieren. Wenn man dem Trubel der Weihnachtszeit entkommen mag, was bietet sich da besser an als in Statistiken zu wühlen?</p>
<p><span id="more-62"></span></p>
<p>Zugegebenermaßen mag dies für den ein oder anderen in der Weihnachtszeit nicht die passendste Betätigung sein, spannend ist es aber allemal. Und ihr könnt das auch <a href="http://www.beta.undp.org/undp/en/home/presscenter/pressreleases/2011/11/23/undp-opens-financial-data-to-public.html">schon seit dem 23.11.</a> machen und sicherlich noch zu jeder anderen Jahreszeit. Nichtsdestotrotz sollt ihr nicht länger auf die Folter gespannt werden, was es denn da zu entdecken gibt: Im Rahmen der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Open_Data">Open-Data-Bewegung</a> hat die UNDP (United Nations Development Program) ein Tool vorgestellt, mit dem man sich die Ausgaben der Entwicklungszusammenarbeit weltweit anschauen kann. Zu finden ist es unter: <a href="http://data.undp.org/">http://data.undp.org</a></p>
<p>Aber was ist die UNDP eigentlich? Sie ist Teil der <a title="Vereinte Nationen" href="http://www.un.org/">Vereinten Nationen</a> und stellt ein</p>
<div id="attachment_63" class="wp-caption alignright" style="width: 157px"><a href="http://studieren-ohne-grenzen.org/blog/2011/12/25/ein-weihnachtsgeschenk-der-undp/undp/" rel="attachment wp-att-63"><img class="size-medium wp-image-63 " src="http://studieren-ohne-grenzen.org/blog/../multimedia/blog/2011/12/undp-147x300.jpg" alt="United Nations Development Program" width="147" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Das &quot;United Nations Development Program&quot;</p></div>
<p>Netzwerk von 177 Nationen dar, um Entwicklungszusammenarbeit weltweit zu koordinieren. Sie ist unter anderem für die Erstellung des bekannten <em>Human Development Index</em> zuständig. In diesem Zusammenhang hat sie natürlich auch einen Überblick über die finanziellen Daten der verschiedensten EZ-Projekte auf der ganzen Welt. In dem genannten Tool kann man sich dies nun anzeigen lassen und nach verschiedenen Filter und Ländern sortieren. Und viele interessante Erkenntnisse lassen sich daraus ableiten: So wird gleich auf der Startseite klar, dass Afghanistan mit rund 780 Millionen US-$ die mit Abstand meisten Gelder im Zusammenhang mit der Entwicklungszusammenarbeit erhält. Da es sich dabei ja auch um einer unserer Zielregionen handelt, wollen wir doch hier einmal genauer nachschauen, um was für Daten es sich handelt.</p>
<h1>Wofür gibt man in Afghanistan Geld aus?</h1>
<p>Klicken wir also in der linken Navigation mal auf &#8220;Exploring the Data &gt; By Country/Unit&#8221; und anschließend auf Afghanistan. Schon bekommen wir alle Ausgaben, die Programmnamen und ähnlichen Informationen aufgelistet, welche sich nur auf Afghanistan beziehen. Auch kleine Projekte sind aufgelistet, sogar welche ohne Kosten und scheinbar auch Programme, die mehr Geld einbrachten als kosteten. Daher wollen wir das als erstes Mal etwas übersichtlicher gestalten, indem wir nur Projekte anzeigen, welche mehr als 1 Million US-$ an Ausgaben verursacht haben, d.h. eine gewisse kritische Größe erreicht haben. Dazu klickt man oben rechts auf &#8220;Filter&#8221; und anschließend auf &#8220;Add a new filter condition&#8221;. Als Bedingungen wählen wir nun aus, dass die &#8220;Expenditure greater then $1,000,000&#8243; sein müssen. Und siehe da &#8211; Die Liste reduziert sich auf überschaubare 16 Einträge, welche man sich natürlich auch alle einzeln anzeigen lassen kann.</p>
<div id="attachment_64" class="wp-caption alignnone" style="width: 594px"><a href="http://studieren-ohne-grenzen.org/blog/2011/12/25/ein-weihnachtsgeschenk-der-undp/undp_open_data_help/" rel="attachment wp-att-64"><img class="size-large wp-image-64" src="http://studieren-ohne-grenzen.org/blog/../multimedia/blog/2011/12/undp_open_data_help-1024x665.jpg" alt="So kann man sich in dem Tool Filter und Visualisierungen einrichten" width="584" height="379" /></a><p class="wp-caption-text">So kann man sich in dem Tool Filter und Visualisierungen einrichten</p></div>
<p>Um jetzt noch eine schöne Kuchengrafiken erstellen zu können, klickt man oben rechts auf &#8220;Visualize&#8221; und erstellt ein &#8220;Pie Chart&#8221;. Natürlich kann man sich auch andere Diagrammarten wie beispielsweise Säulen-, Balken- oder Liniendiagramme anzeigen lassen. Wir entscheiden uns jetzt aber für ein Kuchendiagramm, da es einen Fakt sehr beeindruckend zeigt.</p>
<h1>Was sagen die Daten aus?</h1>
<p>In Afghanistan fließen weit mehr als 50% der Gelder in ein Programm namens &#8220;Law &amp; Order Trust Fund for Afghanistan&#8221;. Im Namen kann man schon vermuten, dass dieses häuptsächlich für Polizei und Militär ausgegeben wird, welche natürlich große laufende Kosten haben. Auch die anderen Posten lassen tief blicken, warum der Aufbau in Afghanistan so schleppend vorrangeht:</p>
<div id="attachment_65" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://studieren-ohne-grenzen.org/blog/2011/12/25/ein-weihnachtsgeschenk-der-undp/undp_open_data_afghanistan/" rel="attachment wp-att-65"><img class="size-medium wp-image-65 " src="http://studieren-ohne-grenzen.org/blog/../multimedia/blog/2011/12/undp_open_data_afghanistan-300x124.jpg" alt="Ausgaben der EZ in Afghanistan" width="300" height="124" /></a><p class="wp-caption-text">Ausgaben der EZ in Afghanistan</p></div>
<ul>
<li>Bekämpfung des Drogenanbaus</li>
<li><em>Nation Buildung</em></li>
<li>Entwaffnung von illegal bewaffneten Kämpfern</li>
</ul>
<p>So lobenswert diese Projekte auch sein mögen, so klar ist auch, dass diese nicht <strong>von</strong> den Afghanen durchgeführt werden, sondern <strong>für</strong> die Afghanen gemacht sind. Die Entwaffnungsprogramme und auch Programme zur Drogenanbaubekämpfung werden von westlichen Entwicklungshelfern durchgeführt oder durch die internationale Militärpräsenz abgewickelt. Doch Entwicklungszusammenarbeiten kann nur funktionieren, wenn diese auch in einem Dialog passiert. Doch keiner der Posten zeigt auf, dass man auch nur versucht, die afghanische Bevölkerung selbst davon zu überzeugen oder sie dazu zu befähigen, eine Veränderung im Land voranzutreiben. Gerade die Programme bezüglich des Drogenanbaus sind äußerst kritisch im Zusammenhang mit der Bezeichnung &#8220;Entwicklungszusammenarbeit&#8221; zu betrachten, werden doch die meisten Drogen in westliche Staaten exportiert und hier konsumiert. Wenn die Länder hier stärker daran arbeiten würden, die Nachfrage deutlich zu senken, so würde auch der Anbau automatisch zurückgehen. Auch wenn der wirtschaftliche Reiz für afghanische Bauern größer wäre, andere Pflanzen anzubauen, so wäre das ein nachhaltigerer Beitrag für Afghanistan, als dies ein bloßes Verbot des Anbaus oder das gelegentliche Verbrennen eines Schlafmohnfeldes jemals sein können.</p>
<p>Ein Posten, der übrigens nirgendwo auftaucht in der Statistik war Bildung. Dies und die Befähigung der Jugend Afghanistan scheint bei der Prioritätenliste der Geberländern weit hintenan zu stehen.</p>
<h1>Kritik an Open Data UNDP</h1>
<p>Auch wenn das Programm bereits interessante Einblicke erlaubt und Analysen möglich macht, so ist dieses noch zu oberflächlich. Was genau versteckt sich in einem Posten, der immerhin rund 558 Millionen US-$ schwer ist? Und wie genau setzen sich die Ausgaben zusammen? Hier ist die Aufteilung noch zu ungenau, um noch interessanterere Analysen zu ermöglich. Sehr lobenswert ist aber das Programm an sich, welches einem viele Möglichkeiten von Haus aus bietet und auch anbietet, die Rohdaten in verschiedene Formate zu exportieren um die Daten auch mit anderen Programmen weiterzuverarbeiten.</p>
<h1>Mehr Einblicke</h1>
<p>Wir freuen uns übrigens darüber, wenn auch ihr spannende Statistiken habt und diese mit uns teilt. Insbesondere wenn diese Ausgaben aufzeigen, die nicht so stark im allgemeinen Bewusstsein sind, ist dies eine spannende Sache!</p>
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		<title>Die Präsidentenwahl im Kongo</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Dec 2011 21:25:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Kirsten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[kongo]]></category>
		<category><![CDATA[wahlen]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Demokratische Republik Kongo wurde gewählt &#8211; Und laut offiziellen Angaben hat der bisherige Präsident Joseph Kabila mit 48,95% der Stimmen gewonnen. Viel wurde seitdem über Wahlfälschung und Manipulationen geschrieben und man kann mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass &#8230; <a href="http://studieren-ohne-grenzen.org/blog/2011/12/11/die-prasidentenwahl-im-kongo/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Demokratische Republik Kongo wurde gewählt &#8211; Und laut offiziellen Angaben hat der bisherige Präsident <a href="http://blogs.taz.de/kongo-echo/2011/12/09/ergebnis-verkundet-kabila-wahlsieger/">Joseph Kabila mit 48,95% der Stimmen gewonnen</a>. Viel wurde seitdem über <a href="http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-12/kongo-wahl-kabila-2">Wahlfälschung</a> <a href="http://www.france24.com/en/20111209-congo-dr-kabila-tshisekidi-presidential-election-contest">und</a> <a href="http://www.politicsweb.co.za/politicsweb/view/politicsweb/en/page71654?oid=271239&amp;sn=Detail&amp;pid=71616">Manipulationen</a> geschrieben und man kann mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass das Wahlergebnis nicht frei von Manipulationen ist. Die Frage, die sich hier aber auch stellt ist die, worauf einige dieser Wahlmanipulationen zurückzuführen sind und ob sie den Ausgang der Wahl wirklich entscheidend verändert haben.<span id="more-42"></span></p>
<h1>Organisatorische Probleme</h1>
<p>Um sich der Schwierigkeit einer solchen Wahl für ein Land wie die DR Kongo bewusst zu machen, muss man immer im Hinterkopf haben, um was für ein Land es sich hier handelt. Die DRK ist so groß wie ganz Westeuropa zusammen und hat aber außerhalb der Hauptstadt eine so gut wie überhaupt nicht vorhandene Infrastruktur. So ist beispielsweise die Stadt Kindu, in welcher wir als Organisation tätig sind, lediglich per Flugzeug erreichbar, da es schlicht keine Straßen zu der Stadt (welche man mit ungefähr 200.000 Einwohner auch wahrlich nicht als Kleinstadt bezeichnen kann) gibt. Die Logistische Probleme für die Organisatoren sind daher enorm, um alle der 62.000 Wahllokale mit Wahlurnen und ausreichend Stimmzetteln zu versorgen. Gleichzeitig waren nämlich fehlende Stimmzettel auch einer der Hauptkritikpunkte an der Wahl, was wenig überraschend erscheint.</p>
<div id="attachment_43" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://studieren-ohne-grenzen.org/blog/2011/12/11/die-prasidentenwahl-im-kongo/3632963886_ce4d76dc89_o/" rel="attachment wp-att-43"><img class="size-medium wp-image-43" src="http://studieren-ohne-grenzen.org/blog/../multimedia/blog/2011/12/3632963886_ce4d76dc89_o-300x199.jpg" alt="Ein Blick auf Kindu, Demokratische Republik Kongo" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Blick auf Kindu</p></div>
<p>62.000 Wahllokale stellt auch ein Problem für die Bevölkerung dar. Um dies in Relation zu setzen: Bei Bundestagswahlen sind alleine in Deutschland rund 80.000 Wahllokale geöffnet. Und die BRD hat nicht einmal 1/6 der Fläche des Kongos und ist mit einer sehr guten Infrastruktur ausgestattet und fast jeder seiner Einwohner ist in irgendeiner Art und Weise mobil. Insbesondere in den ländlichen Gebieten Kongos sind die eigenen Füße für die Einwohner oftmals das einzige Fortbewegungsmittel, so dass das bloße erreichen des Wahllokals eine größere Hürde darstellt.</p>
<p>All dies wäre sicherlich in einem sichereren Land noch irgendwie organisierbar, doch der Kongo steht nicht umsonst auf dem traurigen letzten Platz des <a href="http://hdr.undp.org/en/statistics/">Human Development Index</a>. Weder gibt es genügend Soldaten, auch nicht der UN-Mission, um die Wahl in allen landesteilen abzusichern, noch gibt es die finanziellen Möglichkeiten um eine bessere Organisation zu gewährleisten.</p>
<h1>Wieso?</h1>
<p>Bei fehlenden Stimmzetteln und ähnlichen Problemen stellt sich aber auch die Frage, wer davon genau profitiert. So müsste man sich schon sehr wundern, wenn Kabila Wählern die Möglichkeit zur Abstimmung nehmen will in der Provinz Maniema, in welcher Kindu liegt. Erwartungsgemäß hat diese nämlich sehr deutlich <em>für</em> Kabila gestimmt und zwar mit 87% laut offiziellen Angaben der Wahlkommission. Und selbst wenn diese Zahlen gefälscht sein sollten kann man doch davon ausgehen, dass Kabila dort einen großen Vorsprung hätte.</p>
<p>Daher die Frage: Erscheint das sinnvoll? Und erwartet man wirklich, dass der größte Widersacher Tshisekedi ein &#8220;lupenreiner Demokrat&#8221; ist, im Gegensatz zu Kabila? Und die von Tshisekedi selbst aufgestellt These, er hätte mit 52% der Stimmen klar gewonnen, erscheint angesichts der politischen Realitäten vor Ort äußerst unglaubwürdig.</p>
<p>Gleichzeitig ist auch klar, dass das Fehlen von Wahlzetteln von vielen Menschen vor Ort sofort als Wahlfälschung eventuell auch falsch gedeutet wird. Auf Grund der extrem gewaltbeherrschten und undemokratischen Geschichte des DR Kongo und der sich daraus ergebenden Lebensgeschichte vieler Menschen erscheint dies wenig überraschend. Ein Mitarbeiter einer Partnerorganisation in Mweso, Nord-Kivu, sagte über die Lage vor Ort:</p>
<blockquote><p>Dennoch beherrscht die Region seit den Wahlen ein Klima der angespannten Unsicherheit, wie es schon während der letzten Wahlen war. Bereits die Durchführung der Abstimmung fand unter Spannungen statt, mancherorts waren Listen vertauscht oder nicht genug Stimmzettel zur Verfügung gestellt worden, so dass sich die latente Unruhe zu spontanen Demonstrationen der Wähler formte.</p></blockquote>
<p>Sowohl tatsächliche, als auch vermutete Wahlfälschung kann daher in einem so fragilen land wie der Demokratischen Republik Kongo stets zu Problemen führen.</p>
<h1>Die Folgen</h1>
<p>Dass diese Wahl keine demokratische Musterwahl werden würde, war schon zuvor allen Beteiligten klar. Der sich jetzt scheinbar anschließende Konflikt scheint leider momentan in der genau vorgezeichneten Weise einzutreten. <a href="http://www.hrw.org/news/2011/12/02/dr-congo-rein-security-forces">Regierungstruppen gehen brutal gegen Demonstranten vor</a>, wie Human Right Watch berichtet. Und gleichzeitig stacheln die (laut offiziellen Angaben, diese sind natürlich mit Vorsicht zu genießen) unterlegenen Kandidaten die Lage weiter an. Die Hoffnung kann daher nur sein, dass dieser Konflikt nicht weiter geschürt wird und die Wahl von möglichst vielen Teilen der Gesellschaft anerkannt wird. Dies wäre auch erreichbar für die Wahlkommission &#8211; Sie müsste lediglich die Ergebnisse jedes einzelnen Wahllokals veröffentlichen, welches ja dann mit den jeweiligen öffentlichen Aushängen vor Ort überprüfbar wäre. Doch es sieht nicht so aus, als ob daran Interesse besteht.</p>
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		<title>Afghanistankonferenz in Bonn &#8211; Frauenrechte nach 2014?</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Dec 2011 11:30:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Kirsten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[bonner konferenz]]></category>
		<category><![CDATA[frauenrechte]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit dem heutigen Tage hat die Internationale Afghanistan Konferenz in Bonn begonnen, in welcher genau 10 Jahre nach der Petersberg-Konferenz 2001 wieder einmal die Weichen für die Zukunft Afghanistans gestellt werden sollen. Doch was kann man von dieser Konferenz erwarten und wieso &#8230; <a href="http://studieren-ohne-grenzen.org/blog/2011/12/05/afghanistankonferenz-in-bonn-frauenrechte-nach-2014/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_30" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://studieren-ohne-grenzen.org/blog/2011/12/05/afghanistankonferenz-in-bonn-frauenrechte-nach-2014/2175335066_fffa88e147_o/" rel="attachment wp-att-30"><img class="size-medium wp-image-30" src="http://studieren-ohne-grenzen.org/blog/../multimedia/blog/2011/12/2175335066_fffa88e147_o-300x225.jpg" alt="Afghanische Jungs bei Essensausgabe" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Wie wird die Zukunft für Afghanistans Jugend aussehen? Foto (c) World Food Program, Foto von Alejandro Chicheri</p></div>
<p>Mit dem heutigen Tage hat die <a href="http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Aussenpolitik/RegionaleSchwerpunkte/AfghanistanZentralasien/Bonn_Konferenz_2011/Bonn-Konferenz-Einstieg-node.html">Internationale Afghanistan Konferenz</a> in Bonn begonnen, in welcher genau 10 Jahre nach der Petersberg-Konferenz 2001 wieder einmal die Weichen für die Zukunft Afghanistans gestellt werden sollen. Doch was kann man von dieser Konferenz erwarten und wieso findet diese eigentlich in Deutschland statt?<span id="more-28"></span></p>
<h1>Ein souveränes Afghanistan &#8211; in Bonn?</h1>
<p>Immer wieder wird von den Verantwortlichen betont, wie wichtig eine vollständige Souveränität Afghanistans wäre. Trotzdem findet diese wichtige Konferenz &#8211; auf Bitten des afghanischen Präsidenten Karzai &#8211; in Bonn statt. Wäre es nicht ein Symbol wirklicher Souveränität und ein Symbol an das afghanische Volk gewesen, diese Konferenz in Afghanistan stattfinden zu lassen? Und dann vielleicht sogar nicht in der Hauptstadt Kabul, sondern in einer anderen großen Stadt &#8211; Schließlich gibt es nicht wenige, die Karzai spöttisch &#8220;den Bürgermeister von Kabul&#8221; nennen, da sein Einflussgebiet maximal noch einige nördliche und westliche Teile des Landes umfasst, in vielen anderen Gebieten aber die regionalen Warlords tonangebend sind. Wenn man diese Veranstaltung dann gar noch von der afghanischen Armee hätte absichern lassen, eventuell in Kooperation mit den ISAF-Truppen, so wäre dies doch auch ein weiteres Symbol für die afghanische Souveränität gewesen.</p>
<p>Warum man dies nicht macht, lässt sich einfach beantworten: Man kann es nicht. Es wird zwar häufig von der Verlagerung von Verantwortung an die afghanische Armee geschrieben und gesprochen, doch tatsächlich funktionieren tut dies nicht. Alleine schon die Desertationsrate der Afghan National Army (ANA) ist so katastrophal, dass eine funktionierende Armee unmöglich erscheint. <a href="http://www.washingtonpost.com/world/asia-pacific/more-afghan-soldiers-deserting-the-army/2011/08/31/gIQABxFTvJ_story.html">Im ersten Halbjahr 2011 ist mehr als jeder siebte afghanische Soldat desertiert</a> und ein Aufbau einer Armee scheint so in weite Ferne zu rücken. Angesichts des gebotenen Salärs und der von Natur aus sehr gefährlichen Arbeit eines Soldaten scheint die Desertationsrate auch nur eine logische Folge zu sein.</p>
<p>Nach 10 Jahren scheinen die Erfolge also so gering zu sein, dass noch nicht einmal eine Konferenz mit wichtigen Politikern in Afghanistan möglich erscheint.</p>
<h1>Frauenrechte, eine Erfolgsstory?</h1>
<p>Doch es gibt auch einige Erfolge zu verzeichnen seit dem Ende des Talibanregimes: So sind mittlerweile Frauen deutlich besser gleichgestellt. Ausgehend aber von der sehr rigiden Herrschaft der Taliban, wo Frauen sowohl arbeiten als auch der Besuch der Schule verboten war und ein Ausgehen für Frauen nur in Begleitung eines Mannes erlaubt war, erschien eine Verschlechterung aber auch kaum möglich. Man kann aber heute erfreulicherweise konstatieren, dass <a href="http://www.guardian.co.uk/global-development/poverty-matters/2011/jul/06/un-women-legal-rights-data">in Afghanistan 28% der Mitglieder des Parlaments Frauen</a> sind. Damit liegt Afghanistan vor Ländern wie Kanada, dem Vereinigten Königreich, Italien und nur knapp hinter Deutschland (32%).</p>
<div id="attachment_29" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://studieren-ohne-grenzen.org/blog/2011/12/05/afghanistankonferenz-in-bonn-frauenrechte-nach-2014/2174545345_9dcb479733_o/" rel="attachment wp-att-29"><img class="size-medium wp-image-29" src="http://studieren-ohne-grenzen.org/blog/../multimedia/blog/2011/12/2174545345_9dcb479733_o-300x196.jpg" alt="Ein afghanisches Mädchen" width="300" height="196" /></a><p class="wp-caption-text">Gibt es für afghanistans Frauen eine gleichberechtigte Zukunft nach 2014?        Foto (c) World Food Program, Foto von Nina Berman</p></div>
<p>Doch auch diesen Erfolg muss man hinterfragen: Bedeutet die reine Teilnahme wirklich, dass Frauen einen Einfluss in der afghanischen Gesellschaft haben? Selay Ghaffar, eine bedeutende Frauenrechtlerin Afghanistans und einzige weibliche Teilnehmerin der Ziviligesellschaft an der Bonner Konferenz, verneint diese Frage. Häufig dienen diese Parlamentarierinnen nur als Hinterbänkler und werden lediglich aufgestellt, um die internationale Gemeinschaft zu beruhigen. &#8220;Zum Beispiel gibt es jetzt ein Ministerium für Frauen, aber es wird nicht beachtet&#8221;, <a href="http://www.guardian.co.uk/global-development/poverty-matters/2011/dec/05/bonn-deliver-results-for-afghan-women?newsfeed=true">sagt Ghaffar</a>. Die Gleichberechtigung von Frauen hängt daher weiterhin an einem seidenen Faden und ist keineswegs in der Gesellschaft verankert.</p>
<h1>Was wird nach 2014?</h1>
<p>Der internationale Truppenabzug und die daher sehr wahrscheinliche Einbindung der Taliban in einer Regierung wirft daher die Frage auf, wie fortan mit diesen Rechten umgegangen wird. Und bislang zeigt sich eindeutig, dass diese Rechte auf der Bonner Konferenz wohl nicht zur Sprache kommen werden und wenn, dann allensfalls gestreift werden. Für die internationale Politik scheint diese Angelegenheit von geringer Bedeutung zu sein, schließlich steht die Befriedung Afghanistans an erster Stelle. Der deutschen Außenminister Guido Westerwelle brachte in einem Zeitungsartikel die größte Besorgnis der deutschen Politk zum Ausdruck:</p>
<blockquote><p>Afghanistan muss ein stabiles Gemeinwesen werden, von dem keine Gefahr mehr für den Frieden ausgeht.</p></blockquote>
<p>Der Kernpunkt der internationalen Gemeinschaft ist nämlich leider nicht die Stabilität oder die Menschenrechte in Afghanistan, sondern es soll nicht zu einem weiteren <em>failed state</em> werden, wo Terroristen Unterschlupf finden.</p>
<p>Die Menschenrechte und insbesondere die Frauenrechte scheinen vor diesem größeren Ziel in den Hintergrund zu rücken. Und Afghanistan blickt daher leider in eine düstere Zukunft, wenn die internationalen Entscheidungsträger nicht umdenken.</p>
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		<title>Neues aus dem Maschinenraum</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Dec 2011 19:43:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Kirsten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[maschinenraum]]></category>
		<category><![CDATA[technik]]></category>

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		<description><![CDATA[Jetzt hat Studieren Ohne Grenzen auch noch einen Blog &#8211; Phantastisch! Mit Hilfe unserer neu eingerichteten Blogsoftware WordPress werden wir euch ab sofort über alle wichtigen Belange unseres Vereins und unserer Projektarbeit auf dem laufenden halten. Aber unser Fokus soll auch &#8230; <a href="http://studieren-ohne-grenzen.org/blog/2011/12/03/neues-aus-dem-maschinenraum/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt hat <em>Studieren Ohne Grenzen</em> auch noch einen Blog &#8211; Phantastisch!</p>
<p>Mit Hilfe unserer neu eingerichteten Blogsoftware <a title="Wordpress" href="http://wordpress.org/">WordPress</a> werden wir euch ab sofort über alle wichtigen Belange unseres Vereins und unserer Projektarbeit auf dem laufenden halten. Aber unser Fokus soll auch auf anderen Aspekte liegen, welche ein wenig darüber hinausgehen: So werdet ihr hier sicherlich die eine oder andere Bemerkung zur Entwicklungszusammenarbeit im Allgemeinen und im Bildungsbereich im Speziellen finden.</p>
<p>Auch wollen wir euch Probleme näherbringen, welche sonst eher selten beleuchtet werden. Einige wenige Krisenregionen stehen in der deutschen Öffentlichkeit sehr im Fokus, andere hingegen werden quasi nie erwähnt &#8211; So zum Beispiel Tschetschenien, welches seit seiner Kriege quasi vergessen scheint, obwohl immer noch größes Elend und Chaos vor Ort herrscht.</p>
<p>Viel Spaß beim lesen und abonnieren!</p>
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