Unsere StipendiatInnen in Kindu FAIDA MUKOBYA Um zur Entwicklung ihres Landes beizutragen, plant Faida ein Projekt zur Verbesserung des landwirtschaftlichen Anbaus. Faida studiert Agronomie. Indem sie die Landwirte davon überzeugt, die richtigen agronomischen Kalender für Aussaat und Ernte zu beachten, möchte sie zur Optimierung der Erträge beitragen. Überdies will sie sich gegen Abholzung engagieren. Neben dem Studium bietet Faida in ihrem Freiwilligenprojekt, das sie wie alle StipendiatInnen als Teil der Stipendienvereinbarung durchführt, Alphabetisierungskurse an. Im Bericht vom März 2009 berichtet sie stolz, dass die Teilnehmer schon gelernt hätten, kurze Briefe zu verfassen. Legény NUMBI SHAKA 
Legény will langfristig am Aufbau des Rechtsstaates im Kongo mitwirken. Aus diesem Grund hat er sich für das Studienfach Jura entschieden. Neben rechtswissenschaftlichen Fächern besucht er auch Veranstaltungen in Politik, Öffentliche Finanzen, Informatik, Englisch und Wirtschaftspolitik. Als Freiwilligenarbeit hat Legény ein Kinder- und Jugendparlament gegründet. Es gibt fünf Kommissionen, deren Mitglieder gewählt werden: Gerechtigkeit und Frieden; Gesundheit und Vorsorge; Erziehung und Bildung; Sport, Freizeit und Kultur; Infrastruktur. Mit Unicef haben die vereinigten Parlamente ein Partnerschaftsabkommen bis 2012 abgeschlossen. An dem Projekt nehmen über 150 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren teil, die aus allen sozialen Schichten und verschiedensten familiären Hintergründen stammen. Legény berichtet von Erfolgen wie der Wiedereingliederung mehrerer Straßenkinder in ihre Familien, der Vermittlung von Schulplätzen an zehn Kinder, sowie der Teilnahme am Kindertag der Medien. Bereits vor seiner Aufnahme in das Stipendienprogramm von „Studieren Ohne Grenzen e.V“ hatte Legény mit einer Vielzahl von Organisationen kooperiert, beispielsweise mit den örtlichen Gesundheits- und Schulbehörden, den Medien und der „Association de Santé Familiale“. Gracia ALOMA FEZA Als Studentin der VWL/BWL möchte sie durch die Gründung einer Firma die ökonomische Situation des Kongo positiv beeinflussen. Gut ausgebildete Kräfte sind dringend von Nöten, um die am Boden liegende Wirtschaft des Landes wieder auf die Beine zu bringen. Und genau an diesem Unterfangen möchte Gracia mitwirken. Während sie sich momentan im Studium noch die Voraussetzungen für diesen Plan erarbeitet, setzt sie sich bereits aktiv auf einem anderen Feld – der Bildung – für die Entwicklung des Kongo ein. Zweimal wöchentlich trifft sie für je zwei Stunden Frauen zwischen 24 und 39 Jahren, um ihnen Lesen und Schreiben auf Suaheli beizubringen. Der Alphabetisierungs-Kurs hat 20 Teilnehmerinnen. Jean-Pierre MUKUBI WANGOZI
Um Armut und Unterentwicklung der ländlichen Bevölkerung des Kongo entgegenzuwirken, versucht er, die landwirtschaftliche Produktion zu verbessern, indem er die Menschen in Kindu über moderne Anbaumethoden unterrichtet. Als Studienrichtung wählte er daher landwirtschaftliche Entwicklung. Parallel zum Studium hält er jede Woche Informationsveranstaltungen,ab, um seine Idee schon jetzt umzusetzen. Einer wachsenden Zahl von Teilnehmern im Alter von 20 bis 35 Jahren erläutert er neue, effektivere Techniken zum Anbau von Mais und Maniok. Momentan vermittelt er die theoretischen Grundlagen zu diesem Thema, damit diese in den kommenden Semestern in die Praxis umgesetzt werden können. Teilweise wurde damit schon begonnen und die neuen Anbaumethoden sind, sehr zu Mukubis Zufriedenheit, ein voller Erfolg. Zudem gibt Mukubi Unterricht im Maschinenschreiben und ist seit 2006 Mitglied in der „Association de bon Cultivat du Maniema“, die in der Provinz Maniema eine grundlegende Verbesserung der landwirtschaftlichen Anbaumethoden anstrebt. Anifa TCHEUSI KWETAKISWA Da die gesundheitliche Versorgung in der Provinz Maniema nach wie vor mangelhaft ist, sieht die Medizinstudentin Anifa im Aufbau neuer Krankenhäuser in der Region um Kindu eine der wichtigsten Aufgaben zur Entwicklung des Kongos. Hierbei möchte sie sich selbst beteiligen und widmet sich deshalb dem Studium der Medizin. Momentan gibt sie wie einige ihrer StipendiatenkollegInnen Alphabetisierungskurse. Dreizehn Frauen trifft sie hierzu jeden Sonntagnachmittag für zwei Stunden. Die TeilnehmerInnen sind zwischen 27 und 39 Jahre alt und haben alle keine Schule besucht. Neben der Fähigkeit, auf Suaheli lesen und schreiben zu können, möchte Tcheusi den Frauen möglichst auch die Grundlagen der Mathematik beibringen. Martin SALUMU KANDOLO 
Auf den medizinischen Sektor konzentriert sich das Interesse Martins. Der Medizinstudent möchte zum einen nach dem Studium Jugendliche für medizinische Tätigkeiten ausbilden. Zum anderen will er daran mitwirken, medizinische Einrichtungen mit effizienterer Ausrüstung und zuverlässigeren Produkten auszustatten, um erste Schritte in Richtung eines soliden Gesundheitssystems mit zu gestalten. Um sein Ziel zu verwirklichen, tritt er bereits heute mit den Verantwortlichen der örtlichen Einrichtungen in Kontakt und baut Verbindungen auf, die ihm für sein Vorhaben nützlich sein können. Durch die Zusammenarbeit mit den lokalen Stellen hofft er, zunächst eine effektive Erneuerung des Gesundheitswesens auf regionaler Ebene zu erreichen. Im Rahmen seiner Freiwilligenarbeit parallel zum Studium engagiert sich Martin in der Aidsaufklärung. Zweimal wöchentlich trifft er sich mit 120 Jugendlichen zwischen 13 und 16 Jahren unterrichtet sie über die Gefahren des Virus. Ihm ist diese Arbeit sehr wichtig und er versucht dabei gleichzeitig seine Schüler zu motivieren, ihre Zukunft und die ihres Landes mitzugestalten. BAHATI RADJABU 
Die Informatikstudentin Bahati möchte mit ihrem geplanten Entwicklungsprojekt dazu beitragen, dass ihr Land im IT-Bereich Fortschritte macht. Sowohl den Ausbau der bestenfalls rudimentären Infrastruktur des Kongos in diesem Sektor sowie die Verbreitung des Know-How für den Umgang mit Computern sind Bahatis Ziele. Für den Aufbau einer wettbewerbsfähigen Wirtschaft sind dies in der modernen Welt zweifelsohne unverzichtbare Fähigkeiten. Auch Bahati ist im Zuge ihrer Volontärsarbeit bemüht, die Alphabetisierung der Bevölkerung voranzutreiben. Sie konzentriert sich hierbei auf eine Gruppe von Frauen, denen sie am Wochenende Unterricht gibt. Es geht Bahati aber nicht nur darum, der Bevölkerung Lesen und Schreiben beizubringen. Mit ihrem speziellen Fokus auf Frauen ist es ihr Ziel, deren soziale Situation zu verbessern, ihre Anerkennung in der Gesellschaft zu steigern und eine bessere Integration von Frauen herbeizuführen. Eliza ANDJELA OSEKANI 
Das Projekt, mit dem die Medizinstudentin Eliza zur Entwicklung ihres Landes beitragen will, zielt auf die Verbesserung des Zugangs zu medizinischer Versorgung in ihrer Provinz ab. Eine besonders gravierende Folge der Verschlechterung der medizinischen Versorgung in der Region ist die Verbreitung von HIV – als Folge gibt es immer mehr Waisenkinder, die allein zurückbleiben. Eliza will sich auf die lokale Ebene konzentrieren, d.h. auf die Region Maniema, da hier der Zugang zu medizinischer Versorgung besonders unzureichend ist. Während ihrer Freiwilligenarbeit bringt Eliza 30 vernachlässigten und auf der Straße lebenden Kindern von 8 bis13 Jahren aus Kindu Hygiene-Grundregeln bei. Dazu trifft sie diese zweimal die Woche und erklärt den Kindern, was zur Körperhygiene gehört, wie man Wasser aufbereiten kann und was bei der Hygiene im Haus sowie bei Sanitäranlagen zu beachten ist. Bernard KAMUNDALA SAKALA  Bernard, der Jura studiert, hat ein Projekt vorgeschlagen, das Aufklärungsarbeit bei jungen Menschen leisten soll, um sie besser vor möglicherweise verfrühten Hochzeiten zu schützen. Er arbeitet bereits jetzt, im Rahmen seiner Freiwilligenarbeit, daran dieses Projekt umzusetzen. Einmal pro Woche trifft er sich mit Mädchen und Jungen im Alter zwischen 12 und 20 Jahren. Im Kongo sind verfrühte Heiraten häufig und auch Zwangsheiraten sind an der Tagesordnung. Mit seiner Arbeit will Bernard die Jugendlichen so vor Missbrauch und Unterdrückung schützen. Indirekt leistet er auf diese Art auch einen Beitrag zur Wahrung der Bildungschancen der Jugendlichen, da vor allem Frauen, sobald sie verheiratet sind, der Weg zu Schule oder Universität meist versperrt ist. Mit diesem Projekt kann Bernard wesentlich dazu beitragen, die Zukunftsperspektiven der Jugendlichen Kindus zu verbessern. Judith BUBOBUBO MWAMI
Judith ist entschlossen für die Rechte der Frauen im Kongo zu kämpfen und der ungleichen Verteilung der Geschlechter in der Politik in ihrem Land, in dem es kaum Frauen in politischen Positionen gibt, entgegenzuwirken. Sie liebt die Politik und strebt selbst eine politische Karriere als Abgeordnete der Provinz an. Von einer solchen Position aus könnte sie sehr viel effektiver für die Verwirklichung der Gleichstellung von Frau und Mann kämpfen. Ein besonderes Anliegen ist ihr, dass Gewalt gegen Frauen aufgedeckt wird, um somit einen ersten Schritt zu ihrer Bekämpfung zu machen. Zunächst möchte sie auf regionaler Ebene wirken, sich dann aber möglichst landesweit für Frauenrechte einsetzen. Gleichberechtigung und echte Chancengleichheit sind für Judith die essentielle Grundlage um in ihrem Land eine positive Entwicklung anzustoßen. Für die Realisierung ihrer Vision studiert Judith seit Herbst 2008 Politik und Verwaltung. In ihrer Freiwilligenarbeit setzt sie sich schon heute für ihre Ideale ein. Die Verbreitung des Demokratiegedankens sowie die Sensibilisierung für Fragen der Gleichberechtigung stehen im Zentrum der wöchentlichen Treffen einer Gruppe von Frauen aus Kindu. Inzwischen hat sich bereits eine beträchtliche Eigendynamik entwickelt, sodass Judiths Vorstellungen auch über die Gruppe hinaus Gehör finden. Thierry MULONDA LUNGELE Das Ziel Thierrys ist die Verbesserung der wirtschaftlichen Situation seines Landes, weswegen er sich für ein Studium der Buchhaltung und der VWL entschieden hat. Durch das Erlernte erhofft er einen besseren Einblick in die Gesellschaft und Wirtschaft seines Landes zu erhalten, um sie dann aktiv mitzugestalten. Sein Prinzip ist es, auf lokalem Niveau anzufangen, um dann auch überregional an der Stabilisierung seines Landes mitzuwirken. Er plant Projekte wie ein Steuerberatungsbüro, mit denen er die Menschen in der Provinz Maniema unterstützen will. Neben den Kursen an der Uni arbeitet er im Rahmen seines Freiwilligenprojekts mit Jugendlichen, die Verletzungen durch Landminen erlitten haben. Marie ALOMBA KINGOMBE
Marie will die Fähigkeiten, die sie sich während ihres Studiums der Geburtshilfe aneignet, dazu nutzen, das schlechte Versorgungs- und Beratungsangebot für schwangere Frauen in Kindu und aus der Region zu verbessern. Als Folge des großen Mangels an qualifizierten Krankenpflegekräften werden die meisten Frauen im Verlauf ihrer Schwangerschaft nur unzureichend betreut und informiert. Viele sterben an den Folgen von Komplikationen und körperlichen Entbehrungen während oder vor der Entbindung. Die Sterblichkeitsrate von Neugeborenen ist ebenfalls sehr hoch. Dies möchte Marie unbedingt ändern und arbeitet schon während ihres Studiums daran. Jeden Samstagnachmittag besucht sie die Häuser von bislang zehn Frauen ihres Viertels, berät sie und gibt ihnen Tipps zu Pflege, Ernährung und Hygiene von Mutter und Kind. Shadrack KILONGOZI SIMASA Shadrack möchte später die Entwicklung im landwirtschaftlichen Bereich vorantreiben und studiert deswegen Landwirtschaftstechnik. Er ist sich der zentralen Bedeutung der Landwirtschaft bewusst, von welcher der Großteil der Kongolesen direkt abhängt, und möchte deshalb in diesem Bereich durch die Einführung moderner Anbautechniken den Fortschritt vorantreiben. Momentan arbeitet er neben dem Studium als Lehrer und hat noch verschiedene andere Nebenjobs. Seit 2006 ist er Mitglied in einer Vereinigung junger Leute zur Entwicklungsförderung, mittlerweile hat er auch den Vorsitz übernommen. Wie viele unserer StipendiatInnen ist er bemüht, die Bildungssituation des Kongo zu verbessern und gibt für Kinder zwischen 8 und 13 Jahren Alphabetisierungskurse. Ernest WATANGA LUKANGA Ernest möchte bei der Erneuerung und dem Ausbau des mangelhaften Stromnetzes in Kindu mitwirken und damit zu den grundlegenden Voraussetzungen für wirtschaftlichen Aufschwung und soziale Entwicklung beitragen. Durch diese Infrastrukturmaßnahme könnten für die wirtschaftliche Entwicklung wichtige Maschinen - beispielsweise in der Flussfischerei - wieder betrieben werden. Er studiert deswegen seit Herbst 2008 sehr erfolgreich Wirtschaftswissenschaften.
Als Freiwilligenarbeit parallel zum Studium organisiert Ernest jeden Samstag Nachhilfeunterricht in Mathematik für 27 Jungen und 6 Mädchen aus Kindu, die sich eine solche Bildung nicht leisten können. Wenn sie mit dieser Unterstützung ihre Prüfungen erfolgreich bestanden haben, sollen die StudenteInnen ihr Wissen in Studentenclubs an Andere weitergeben. So hofft Ernest zur Ausbildung der zukünftigen Eliten des Landes beitragen zu können und daran mitzuwirken, das Bildungsniveaus im Kongo zu verbessern. Blaise BILEMBO MALONGA Blaise möchte ein Landwirtschaftszentrum aufbauen, das dem Austausch über Anbaumethoden und ihrer Verbesserung dienen soll. Dadurch sollen die Erträge gesteigert werden, wodurch die nationale Wirtschaft gestärkt würde und der Kongo sich unabhängiger von Importen machen könnte. Seit Herbst 2008 studiert Blaise mit einem Stipendium von „Studieren Ohne Grenzen e.V.“ Agronomie. Dieser Bereich ist für die künftige Entwicklung des stark landwirtschaftlich geprägten Kongo seiner Ansicht nach von zentraler Bedeutung. 80% der Bevölkerung in der Region Maniema sind LandwirtInnen weshalb es besonders wichtig ist, Lösungen für die Probleme in diesem Wirtschaftsbereich zu finden. Er möchte in Zukunft Sendungen im lokalen Radio organisieren, um die Bevölkerung der Region Maniema darüber zu informieren, wie sie durch Viehzucht und landwirtschaftliche Arbeit selbst dazu beitragen kann, gegen die Unterernährung im Kongo zu kämpfen. Mittels des Rundfunks hofft Blaise, möglichst breite Teile der Bevölkerung erreichen und informieren zu können. Debatten sollen insbesondere die Ältesten und deren Erfahrungsschatz einbeziehen Bisher teilt er sein Wissen in Sitzungen mit einer Gruppe von Teilnehmern und motiviert sie, ihr Wissen weiterzugeben, weil die Mittel für eine Radiosendung noch nicht ausreichen. Die Treffen sollen Anlass zum Erfahrungsaustausch geben und die Gründe der sinkenden landwirtschaftlichen Produktion in der Region analysieren. Dorcas ZAHABU WARANGA Dorcas möchte nach dem Studium Buchhalterin werden und die neuen Technologien der Verwaltungsinformatik einsetzen, um private Unternehmen und öffentliche Institutionen ihres Landes technisch auf einen aktuellen Stand zu bringen.
Dazu studiert sie Informatik und ist fasziniert von ihren Fortschritten: Konnte sie vor ihrem Studium noch fast überhaupt nicht mit Computern umgehen, ist sie inzwischen sehr gut mit ihnen vertraut. Auch auf anderen Gebieten die ihr vorher unbekannt waren - wie dem kongolesische Zivilrecht - verzeichnet sie bereits beachtliche Fortschritte. Ihre akademischen Zeugnisse bestätigen diese positive Selbsteinschätzung. Dorcas ist aktives Mitglied in der Partei PANU und einer weiteren zivilgesellschaftlichen Organisation. In ihrer Freiwilligenarbeit bringt sie Frauen zwischen 25 und 40 Jahren das Lesen und Schreiben auf Suaheli bei, eine der wichtigsten Sprachen Subsahara-Afrikas und vor allem auch der östlichen Hälfte der DR Kongo. Charles NGENDA MUTUZA Der Medizinstudent Charles hat bei seiner Bewerbung ein Projekt vorgeschlagen, das den Aufbau und die Entwicklung von Krankenhäusern und Apotheken vorsieht. Mit dieser Arbeit möchte er nach dem Studium daran mitarbeiten, die sehr schlechte medizinische Infrastruktur in Kindu und der umlegenden Region zu verbessern. Momentan, parallel zum Studium, betreut und unterrichtet Charles im Rahmen seiner Volontärsarbeit Straßenkinder. Jeden Samstag bringt er zwei Stunden lang zehn Straßenkindern (sechs Jungs und vier Mädchen) zwischen sechs und acht Jahren grundlegende Mathematik, das Schreiben und Französisch bei. Sein Ziel ist es, die Kinder, die oft keine Eltern mehr haben, erzieherisch zu unterstützen und ihr Interesse für Schule und Ausbildung zu wecken. Dieudonné MUKULUMANIA MUNGAZI
Dieudonnés Augenmerk liegt auf der Landwirtschaft und zu ihrer Entwicklung beizutragen ist das Ziel seines Agronomiestudiums. In der Demokratischen Republik Kongo arbeitet der Großteil der Bevölkerung auf diesem Sektor, weshalb er für die Stabilisierung und Fortentwicklung der kongolesischen Wirtschaft von zentraler Bedeutung ist. Im Rahmen seines Studiums beschäftigt Dieudonné sich derzeit mit Landmaschinentechnik, Tierkunde, Pflanzenkunde, Landwirtschaftlichem Rechnungswesen, Technischem Zeichnen und Mikrobiologie. Das in diesen Fächern erlernte theoretische Wissen konnte Dieudonné auch schon praktisch anwenden, indem er den örtlichen Landwirten half, deren Kultivierungstechniken zu verbessern. Auf diese Art konnte er jetzt schon im Sinne seines künftigen Projektes tätig werden. Seine Volontärsarbeit während der Studienzeit dreht sich ebenfalls um die Alphabetisierung der Landbevölkerung. Dies bedeutet konkret, dass Dieudonné sich jeden Sonntag mit seiner Gruppe trifft und ihnen Schritt für Schritt Lesen und Schreiben in Suaheli, der lingua franca des Ostkongos und Ostafrikas, beibringt. Seinen Kurs besuchen junge Mütter, die keinen Schulabschluss haben und auf diese Art eine zweite Chance auf grundlegende Bildung bekommen. Stive KISANGANI KATUMBI 
Jugendliche für die Entwicklungsarbeit zu motivieren und zu rekrutieren und mit ihnen zusammen das Land vorwärts zu bringen ist Kisanganis Vision. Durch sein Studium von Entwicklungspolitik und Projektmanagement eignet er sich hierfür unabdingbare Qualifikationen an. Neben im engeren Sinne fachbezogenen Kursen wie Projektplanung und –realisierung belegt er auch Veranstaltungen in fachfremderen, aber für seine Ziele äußerst wichtigen Bereichen wie Französisch und Zivilrecht. Das Studium ist jedoch nicht rein theoretisch angelegt: In wöchentlichem Rhythmus fährt Kisangani mit seinen Kommilitonen in umliegende Dörfer um Brunnen zu bauen oder die Bewohner ganz allgemein mit technischen Ratschlägen zu unterstützen. Darüber hinaus geht auch seine Volontärsarbeit schon in die Richtung seines Projektes für die Zeit nach dem Studium. Seit Frühjahr 2008 leitete er das Projekt „La Mobilisation des jeunes pour le développement“ (Mobilisierung von Jugendlichen für die Entwicklung). Ca. 20 Jugendliche führten gemeinsam mit Kisangani Instandhaltungsarbeiten an der „Avenue Mobutu“ durch. Auf dieser Straße hatte sich das Wasser gestaut und war nicht mehr abgeflossen. Kisangani und seine Gruppe befreiten die Straße vom Wasser und installierten ein Abflusssystem um ähnliche Probleme künftig zu vermeiden. Ähnliche Arbeiten will er nun an anderen Straßen durchführen und sich danach um die Brunnen des Stadtviertels kümmern. Honorine MBAYO BIREHEMA 
Projekt, mit dem sie zur Entwicklung ihres Landes beitragen will, schlägt Honorine die Gründung und den Aufbau von Firmen vor, um den privatwirtschaftlichen Sektor des Kongo zu stärken. Sie studiert an der Fakultät für Wirtschafts- und Verwaltungswissenschaften und an der Naturwissenschaftlichen Fakultät. Ihre Studienfächer sind Wirtschaft in Entwicklungsländern, Geschichte des Kongos, Wirtschaftsrecht und Englische Korrespondenz. Sie belegt unter anderem Kurse in Mathematik, Französisch, Englisch, Rechnungswesen, Wirtschaftsrecht und ökonomischer Geographie. Als Freiwillige engagiert sich Honorine parallel zum Studium am Institut Lufungula, wo sie Bäuerinnen und Bauern Französisch in Wort und Schrift beibringt. Moïse MATENDA MWEZE 
Moïse möchte die Landbevölkerung stärken, indem er sie bei juristischen Fragen berät und ihnen so hilft, ihre Rechtsansprüche durchzusetzen. Gerade die Kleinbauern, von denen es im Kongo eine fast unüberschaubare Anzahl gibt, haben meist keine gute Vorstellung von den rechtlichen Sachlagen und können sich eine professionelle Beratung nicht leisten. Diesem Missstand möchte der Jurastudent Moïse Abhilfe schaffen Wie viele seiner Stipendiatenkollegen engagiert sich Moïse momentan in einem Alphabetisierungsprojekt: jeden Samstag trifft er sich mit einer Gruppe von zwanzig Frauen und bringt ihnen Lesen und Schreiben bei. Zudem ist Moise seit 2004 aktives Mitglied der Organisation APHABAC. Diese Organisation hat es sich zum Ziel gesetzt, den Lebensraum und die tägliche Erfahrungswelt der Bevölkerung der DR Kongo zu verbessern. Furaha HERADY TOSHA Furaha möchte später eine Hühnerfarm gründen und studiert deshalb mithilfe eines Stipendiums von „Studieren Ohne Grenzen“ ländliche Entwicklung. Die Expertise die sie hierfür braucht und im Studium erwirbt, gibt sie schon jetzt ihrer Volontärsarbeit weiter.
Jede Woche trifft sie sich mit einer Gruppe von Frauen, um ihnen die Grundlagen der Hühnerzucht zu erläutern. Die Frauen sollen lernen, sich selbst versorgen und sich eine gesicherte Existenz aufbauen zu können. Diese wirtschaftliche Unabhängigkeit ist nicht Furahas einziges Ziel: In den wöchentlichen Sitzungen legt sie ebenfalls großen Wert darauf den Frauen die Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung für ihre Söhne und Töchter zu zeigen. Unterernährung und Proteinmangel sind keine Seltenheit bei den Kindern in Kindu und der Umgebung. So hat Furahas Plan, eine Hühnerzucht aufzubauen nicht nur wirtschaftliche, sondern auch gesundheitliche Bedeutung.
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